Zwei Gadarener

Matthäus 8, 28-34

Markus 5, 1-15

Lukas 8, 27-35

Johannes

(28) Als Jesus mit seinen Jüngern am anderen Seeufer das Land von Gadara erreichte, liefen ihnen zwei Männer entgegen, die von Dämonen beherrscht wurden. Sie hausten in Grabhöhlen und waren so gefährlich, daß sich niemand in ihre Nähe wagte.

(29) Sie fingen an zu schreien: «Was willst du von uns, du Sohn Gottes? Sollen wir schon jetzt gequält werden?»

(30) In einiger Entfernung weidete gerade eine Schweineherde.

(31) Die Dämonen baten ihn: «Wenn du uns schon austreibst, dann laß uns wenigstens in diese Schweineherde fahren!»

(32) Jesus befahl ihnen: «Fort mit euch!» Da ließen die Dämonen die Männer frei, bemächtigten sich der Schweine, und die ganze Herde stürzte den Abhang hinunter und ertrank im See.

(33) Entsetzt flohen die Hirten in die Stadt und erzählten, wie es bei der Befreiung der Besessenen zugegangen war.

(34) Nun liefen alle Leute aus der Stadt Jesus entgegen. Sie baten ihn dringend, ihre Gegend wieder zu verlassen.

(1) Als sie auf der anderen Seite des Sees die Gegend um Gadara erreichten

(2) und Jesus aus dem Boot stieg, lief ihnen ein Mann entgegen.

(3) Dieser Mensch wurde von Dämonen beherrscht und lebte in Grabhöhlen. Er war so wild, daß er nicht einmal mit Ketten gebändigt werden konnte.

(4) Sooft man ihn auch fesselte und in Ketten legte, jedesmal riß er sich wieder los. Niemand wagte sich in seine Nähe.

(5) Tag und Nacht hielt er sich in den Grabhöhlen auf oder irrte in den Bergen umher. Dabei tobte er und schlug mit Steinen auf sich ein.

(6) Kaum hatte er Jesus gesehen, warf er sich vor ihm nieder, und es schrie laut aus ihm:

(7) «Was willst du von mir, Jesus, du Sohn Gottes? Ich beschwöre dich beim Allerhöchsten, quäle mich nicht!»

(8) Jesus hatte nämlich dem Dämon befohlen: «Verlaß dein Opfer, du teuflischer Geist!»

(9) Da fragte ihn Jesus: «Wie heißt du?» Der Dämon antwortete: «Mein Name ist Legion, denn nicht nur ich, sondern viele von uns beherrschen diesen Menschen.»

(10) Immer wieder bat er Jesus: «Vertreibe uns nicht aus dieser Gegend!»

(11) Nicht weit entfernt an einem Abhang wurde gerade eine große Herde Schweine gehütet.

(12) «Laß uns in diese Schweine fahren», bettelten die Dämonen.

(13) Jesus erlaubte es ihnen. Jetzt ließen die bösen Geister den Mann frei und bemächtigten sich der Schweine, die den Abhang hinunter in den See stürzten. Und alle zweitausend Tiere ertranken.

(14) Verstört liefen die Hirten in die Stadt und berichteten überall, was geschehen war. Viele kamen nun am See zusammen, um sich selbst zu überzeugen.

(15) Sie sahen den Mann, den die vielen Dämonen gequält hatten. Er war gekleidet wie jeder andere und saß ganz ruhig neben Jesus. Da wurde ihnen unheimlich zumute.

(27) Als Jesus aus dem Boot stieg, lief ihm aus der Stadt ein Mann entgegen, der von Dämonen beherrscht wurde. Er zog keine Kleider an und blieb in keiner Wohnung, sondern hauste schon lange in Grabhöhlen.

(28) Kaum hatte er Jesus gesehen, fing er an zu schreien. Er warf sich vor ihm nieder und schrie laut: «Was willst du von mir, du Sohn Gottes, des Höchsten! Ich flehe dich an, quäle mich nicht!»

(29) Jesus hatte nämlich dem Dämon befohlen, den Mann endlich freizulassen. Immer wieder hatte der böse Geist den Mann überwältigt. Obwohl man ihn an Händen und Füßen fesselte und einsperrte, konnte er seine Ketten zerreißen und in die Wüste entkommen.

(30) «Wie heißt du?» fragte ihn Jesus. «Legion», war die Antwort. Denn der Mann war von vielen Dämonen besessen.

(31) Wieder und wieder bettelten sie: «Befiehl uns nicht, in die Hölle zu fahren!»

(32) In ihrer Nähe an einem Berghang weidete gerade eine Schweineherde. In diese Schweine wollten die Dämonen fahren, und Jesus erlaubte es ihnen.

(33) Nun ließen die Dämonen den Mann frei und stürzten sich auf die Schweine. Da stürzte die ganze Herde in den See und ertrank.

(34) Entsetzt flohen die Hirten in die Stadt und in die umliegenden Dörfer und berichteten, was sich ereignet hatte.

(35) Von überall her kamen die Leute gelaufen, um an Ort und Stelle zu sehen, was geschehen war. Sie sahen den Mann, den Jesus gerade von den Dämonen befreit hatte. Er war ordentlich angezogen und hörte ihm ruhig zu. Da erschraken die Leute.

 


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