Fallsüchtiger Knabe

Matthäus 17, 14-18

Markus 9, 17-29

Lukas 9, 38-43

Johannes

(14) Als sie zu der Menschenmenge zurückgekehrt waren, kam ein Mann zu Jesus, fiel vor ihm nieder und sagte:

(15) «Herr, hab Erbarmen mit meinem Sohn! Er leidet unter schweren Anfällen. Oft stürzt er dabei sogar ins Feuer oder ins Wasser.

(16) Ich habe ihn zu deinen Jüngern gebracht, aber sie konnten ihm nicht helfen.»

(17) Jesus antwortete: «Ihr eigensinnigen und ungläubigen Leute! Wie lange muß ich noch bei euch sein und euch ertragen? Bringt ihn her zu mir!»

(18) Man brachte den Jungen zu Jesus, und er bedrohte den bösen Geist. Sofort ließ er von dem Kranken ab, und der Junge war wieder gesund.

(17) Einer aus der Menge antwortete: «Herr, ich habe meinen Sohn hergebracht, damit du ihn heilst, denn er kann nicht sprechen, weil er von einem bösen Geist beherrscht wird.

(18) Wenn dieser Geist Gewalt über ihn gewinnt, wirft er ihn zu Boden. Hilflos wälzt er sich dann auf der Erde, Schaum tritt ihm vor den Mund, er knirscht mit den Zähnen und bleibt schließlich bewußtlos liegen. Ich habe schon deine Jünger angefleht, den bösen Geist auszutreiben; aber sie konnten es nicht.»

(19) «Wann wollt ihr endlich anfangen zu glauben?» rief Jesus. «Wie lange muß ich noch bei euch sein, bis ihr das gelernt habt? Bringt das Kind her zu mir!»

(20) Sie brachten es. Als aber der böse Geist Jesus erkannte, schüttelte er den Jungen mit fürchterlichen Krämpfen. Der stürzte zu Boden, wälzte sich hin und her, und der Schaum stand ihm vor dem Mund.

(21) «Wie lange leidet er schon darunter?» fragte Jesus den Vater. «Von Kindheit an.

(22) Schon oft hat ihn der böse Geist in ein Feuer oder ins Wasser geworfen, um ihn umzubringen. Habe doch Erbarmen mit uns! Hilf uns, wenn du kannst!»

(23) «Wenn ich kann?» meinte Jesus verwundert. «Alles ist möglich, wenn du mir vertraust.»

(24) Verzweifelt bat ihn der Mann: «Ich will dir ja vertrauen. Aber hilf mir doch, daß ich es kann!»

(25) Als Jesus sah, daß die Menschenmenge immer größer wurde, bedrohte er den bösen Geist, der das taubstumme Kind quälte: «Ich befehle dir, verlaß dieses Kind und kehre nie wieder zu ihm zurück.»

(26) Da stieß der Dämon einen furchtbaren Schrei aus, zerrte den Jungen hin und her und verließ ihn. Der Junge lag regungslos da, so daß die meisten sagten: «Er ist tot!»

(27) Aber Jesus nahm seine Hand und half ihm aufzustehen.

(28) Als Jesus mit seinen Jüngern ins Haus gegangen war, fragten sie ihn: «Weshalb konnten wir diesen Dämon nicht austreiben?»

(29) Jesus antwortete: «Das könnt ihr nur durch Beten und Fasten.»

(38) Ein Mann war dabei, der Jesus anflehte: «Bitte, Herr, sieh dir meinen Sohn an, mein einziges Kind!

(39) Oft packt ihn ein Dämon! Dann schreit der Junge und windet sich in Krämpfen, bis der Schaum vor seinem Mund steht. Es gibt kaum eine Stunde, in der er nicht gequält wird.

(40 Ich habe deine Jünger gebeten, den bösen Geist auszutreiben, aber sie waren machtlos.»

(41) «Wann fangt ihr endlich an zu glauben?» rief Jesus. «Wie lange muß ich noch bei euch sein und euren Unglauben ertragen? Bringe deinen Sohn her!»

(42) Als sie ihn zu ihm brachten, riß und zerrte der Dämon den Jungen hin und her. Jesus bedrohte den bösen Geist, heilte den Jungen und gab ihn seinem Vater wieder.

(43) Alle waren erstaunt und erschrocken über die Macht, die Gott Jesus gegeben hatte. Während die Leute noch fassungslos über diese Tat staunten, sagte Jesus zu seinen Jüngern:

 


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