Blutflüssige Frau

Matthäus 9, 20-22

Markus 5, 25-34

Lukas 8,43-48

Johannes

(19) Während Jesus mit seinen Jüngern zum Haus des Mannes ging,

(20) berührte eine Frau, die seit zwölf Jahren an schweren Blutungen litt, von hinten heimlich ein Stück seines Mantels.

(21) Denn sie dachte: «Wenn ich ihn nur berühre, werde ich bestimmt gesund.»

(22) Jesus drehte sich um, sah sie an und sagte: «Sei unbesorgt! Dein Glaube hat dich geheilt.» Im selben Augenblick war die Frau gesund.

(25) In der Menge war auch eine Frau, die seit zwölf Jahren an starken Blutungen litt.

(26) Sie hatte sich schon von vielen Ärzten behandeln lassen und dabei ihr ganzes Vermögen ausgegeben. Aber niemand konnte ihr helfen. Ihr Leiden war eher schlimmer geworden.

(27) Dann hatte sie davon gehört, daß Jesus Kranke heilt. Deshalb drängte sie sich durch die Menge an Jesus heran und berührte von hinten seinen Mantel.

(28) Dabei dachte sie: «Wenn ich wenigstens seine Kleider berühren kann, werde ich bestimmt gesund.»

(29) Und tatsächlich: Sie merkte sofort, daß sie von ihrem Leiden befreit war. Die Blutung hörte auf.

(30) Aber auch Jesus spürte, daß heilende Kraft von ihm ausgegangen war. Deshalb drehte er sich um und fragte: «Wer hat mich angefaßt?»

(31) Seine Jünger antworteten: «Die Leute bedrängen dich von allen Seiten, und da fragst du, wer dich angefaßt hat?»

(32) Aber Jesus sah die Frau an, die ihn berührt hatte.

(33) Die war erschrocken und zitterte am ganzen Leib, denn sie wußte ja, was an ihr geschehen war. Sie fiel vor ihm nieder und sagte ihm alles.

(34) Jesus sprach zu ihr: «Meine Tochter, weil du so fest an mich geglaubt hast, bist du gesund geworden. Gehe in Frieden. Du bist geheilt.»

(43) Unter den Leuten war eine Frau, die seit zwölf Jahren an starken Blutungen litt. Niemand hatte ihr helfen können, obwohl sie schon von vielen Ärzten behandelt worden war und dafür ihr ganzes Geld ausgegeben hatte.

(44) Als sie bis zu Jesus gekommen war, berührte sie von hinten seinen Mantel. In diesem Augenblick hörten die Blutungen auf.

(45) «Wer hat mich angefaßt?» fragte Jesus und blieb stehen. Aber alle zuckten mit den Schultern, und Petrus meinte: «Herr, bei diesem Gedränge ist es doch kein Wunder, daß dich jemand anstößt.»

(46) «Nein», erwiderte Jesus, «jemand hat mich absichtlich angefaßt. Ich habe gespürt, wie heilende Kraft von mir ausgegangen ist!»

(47) Als die Frau erkannte, daß Jesus alles bemerkt hatte, fiel sie zitternd vor ihm auf die Knie. Vor allen Leuten erzählte sie, weshalb sie ihn berührt hatte und wie sie sofort geheilt worden war.

(48) «Meine Tochter», sagte Jesus zu ihr, «dein Glaube hat dir geholfen. Gehe in Frieden!»

 


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