9. Wie fange ich einen neuen Hauskreises an?

1. Zuerst klären:

· Welcher Personenkreis soll eingeladen werden?
- sollen Christen/Mitarbeiter in einen vertiefenden Hauskreis eingeladen werden? (à Nachfolge einüben.)

- sollen Nichtchristen in einen missionarischen Hauskreis eingeladen werden?

· Welches Ziel verfolgen wir mit dem Hauskreis? (à Schriftlich festlegen.)

· Wo trifft sich der Hauskreis? (Immer in der selben Wohnung oder reihum?)

· Wie oft trifft man sich? (Mindestens alle 14 Tage.)

· Wer übernimmt die Leitung und Co-Leitung? Gibt es eine Kernmannschaft?

· Wird gesungen oder nicht?

2. Zum Ablauf und Gestaltung

· Beginn und Ende muß genau festgelegt sein. (à Eltern wollen evtl. wissen, wann der Sohn, die Tochter wieder zu Hause ist.)

· "Bewirtung": Nur Knabbereien und Getränke (Kein Alkohol.) Besondere Feste bilden hier eine Ausnahme.

· Der Ablauf: Es gibt viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für einen Abend.

 

3. Der erste Abend

· Kernmannschaft mindestens 10 Minuten früher da (Kurzes Gebet.)

· Aufgeräumtes, gemütliches Zimmer. (Vielleicht einige Blumen?)

1. Begrüßung durch den Leiter

2. Gegenseitiges Kennenlernen und Vorstellen (Evtl. mit einem Satz zu der Frage: Was erwarte ich von den zukünftigen Treffen?)

3. Technische & organisatorische Fragen besprechen - an dieser Stelle auch die Dinge ansprechen, die sich die Kernmannschaft / das Leitungsteam für den Hauskreis vorüberlegt hat.

4. Inhaltlicher / geistlicher Impuls: Eigene Erfahrungen / Zeugnis mit Bibel-wort evtl. zur Frage: Warum Hauskreistreffen?

5. Abschluß - Gebet (evtl. gemeinsames Lied)

6. Bewirtung - Gespräche

4. Einladung

a) Persönliche Beziehungen

In einen Hauskreis geht man nur, wenn man persönlich eingeladen wurde. Wenn alles über die persönliche Beziehung geht, dann kann man daraus folgern, daß, je besser diese Beziehung, je wärmer das Verhältnis ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, daß jemand mal reinschaut.

Man sollte also an einer Beziehung unter Umständen erst einmal arbeiten, bevor man eine Einladung zum Hauskreis ausspricht. Man könnte ja einmal zu einem gemütlichen Abend bei sich einladen. Der andere muß merken, daß er mir als Person etwas bedeutet und ich ihn mag. Darauf reagiert jeder Mensch dankbar. Richtiges Einladen ist aber keine Frage von Tricks, sondern die Frage nach meiner Einstellung zum anderen.

Übrigens muß nicht immer der Hauskreisleiter die Neuen einladen, viel wirkungsvoller ist es oft, wenn die Teilnehmer Freunde und Bekannte "anschleppen".

Persönliche Einladung nach dem Gottesdienst, nach dem Jugendkreis oder nach der Teestube sind wirkungsvoll. Denn Abkündigungen im Gottesdienst, im Jugendkreis oder in der Teestube bringen meist nicht viel.

b) "Nein, danke!"

Man sollte sich durch eine erste Absage (sofern sie nicht "rundweg" geschah) nicht entmutigen lassen. Ruhig noch einmal ansprechen. Man muß dabei natürlich ein Fingerspitzengefühl entwickeln, wann und wie oft man einlädt. Was soll's! Gute Sachen darf man ruhig auch in Offenheit anbieten. Es kommt darauf an, ob ich im Tiefsten von der Qualität meines Kreises überzeugt bin, oder ob ich nur eine Christenpflicht erfülle, wenn ich einlade.

c) Begleitung & Nachfrage

Aufgeschlossene Eingeladene sollten am Tag vor dem ersten Treffen nochmals angerufen werden. ("Man freue sich, daß sie kommen wollen." & Eventuell ein Angebot sie abzuholen, wenn es auf dem Weg liegt.) Dasselbe nach dem ersten Besuch. (Kurzer Anruf, um zu hören, was der Eindruck war, dazu ein Plausch über alles mögliche andere.)

5. Programm und weitere Vorbereitungen

1. Rechtzeitig vorbereiten!

2. Klären, was vorbereitet werden muß.

3. Den Bibeltext selbst erarbeiten

4. Vorbereitung für die Gestaltung des Abends:

· Einführung in den Text / gegebenenfalls Textzusammenhang bzw. Zeithintergrund etc.

· Fragen, die zum Verstehen des Textes bzw. dem Gruppengespräch helfen.

5. Vorbereitung von Themenreihen

· Klären: Mit welchem biblischen Buch beginnen wir? (z.B. Markus )

· Klären: Wie lange sollen die Textabschnitte sein?

· Möglichkeiten für biblische Reihen bzw. Gesprächsthemen:

Bibelarbeitsreihen / Bücher / Grundkurs des Glaubens z.B. aus
dem Amt für Jugendarbeit.

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