6. Verschiedene Hauskreismodelle

Von der Zielsetzung her sind zwei verschiedene Hauskreis-Modelle voneinander zu unterscheiden.

Der missionarische Hauskreis
Im missionarischen Hauskreis liegt das Schwergewicht auf der Kontaktpflege zu Menschen, die dem christlichen Glauben noch (ganz) fernstehen.
Der missionarische Hauskreis braucht mehr Phantasie im Finden der Themen, sowie der Methodik der Darbietung. Auch braucht ein missionarischer Hauskreis mehr Pflege der Kontakte zwischen den Abenden, denn Verbindlichkeit im Kommen kann erfahrungsgemäß noch nicht vorausgesetzt werden, allenfalls eine Konsumentenhaltung. Und es ist das Charisma des Leiters, die Teilnehmer so aus der Reserve zu locken, daß sie sich wohl fühlen, untereinander Verbindungen knüpfen und zum Thema ohne Angst ihre Meinung sagen.
Bei jedem missionarischen Hauskreis besteht die Notwendigkeit einer "Rückendeckung". Der Hauskreisleiter sollte selbst einen vertiefenden Hauskreis besuchen. Gerade der "Vorposten" ist geistlich umkämpft und angefochten. Realist ist, wer dies erkennt!

Der vertiefende Hauskreis
Im vertiefenden Hauskreis sammeln sich Menschen, die sich bewußt als Christen verstehen und sich in der Regel auch sonst schon am Leben der Gemeinde teilnehmen. Vielfach sind sie in anderen Kreisen bereits als Mitarbeiter tätig. Vom Hauskreis erwarten sie geistliche Impulse und Erfahrungen für ihr persönliches Wachstum im Glauben, Hilfen für ihr Leben als Christen in der Welt und einen Erfahrungsaustausch mit denen, die ebenfalls in der Nachfolge Jesu Christi stehen. Die "erbaulichen" Bibelgespräche (häufig werden neutestamentliche Briefe oder alttestamentliche Texte behandelt) und das (gemeinsame) Gebet bilden daher meistens den Schwerpunkt in vertiefenden Hauskreisen.

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