3. Aufgaben eines Hauskreisleiter

Im Folgenden wollen "10 Gebote" die Aufgaben eines Hauskreisleiters umreißen.

1. Konzentriere dich voll auf deine Aufgabe!
Für die Leitung eines Hauskreises werden keine "Profis" benötigt - aber Christen, die bereit sind ihr Bestes zu geben.
Mache lieber eine Sache richtig - als viele mit der "linken Hand".

2. Lege die Ziele und die Dauer der Gruppe schriftlich fest!
Jedes Gruppenmitglied soll unmißverständlich wissen, wozu der Kreis da ist, welche Ziele er verfolgt und bis zu welchem Datum er bestehen wird. Ist es das Ziel des Hauskreises, ein Projekt zu betreiben? Christen auszubilden? Nichtchristen zu gewinnen? Was sind die Voraussetzungen zur Teilnahme? In welchem Verhältnis steht die Gruppe zur Gesamtgemeinde?
Es sollte ein Papier geben, das auf Fragen, wie diese eine Antwort gibt. Übrigens Hauskreise sind nicht für die Ewigkeit bestimmt und sollten deshalb ein festes Enddatum haben. Wenn dieses Datum erreicht ist, sollte bestimmt werden, wie es weiter geht.

3. Gib der Gemeinschaft genügend Raum!
Wir Christen in der westlichen Welt stehen in der Gefahr, innerhalb unserer Gruppen die intellektuelle Komponente überzubetonen. So beschränken sich viele Diskussionen auf abstrakte, theoretische Fragen. Wir "verkopfen" zu leicht.
Als Leiter ist es deine Aufgabe, dafür zu sorgen, daß Gemeinschaft miteinander und Glaube praktisch gelebt werden kann.

4. Schaffe eine Atmosphäre des Vertrauens!
Um Vertrauen zu schaffen ist wichtig, daß die Gruppe nach einer Zeit der Sammlung für geschlossen erklärt wird und ab diesem Zeitpunkt keiner neu zur Gruppe hinzukommt. Auch ist es wichtig, daß diese Gruppe sich gegenseitig zusagt, daß die Angelegenheiten, die in diesem Kreis ausgesprochen werden, auch innerhalb dieses Kreises bleiben. Es wird strickte Vertraulichkeit vereinbart.

5. Benutze bewährte Materialien!
Manche Hauskreisleiter meinen, sie müßten sich alles, was sie später in die Gruppe einbringen, selbst ausdenken. Das setzt sie unter einen ungeheuren Druck - und verurteilt sie in aller Regel zum Dilletantismus. Es gibt eine Fülle von Arbeitsmaterialien, die dich in deinem Dienst als Hauskreisleiter unterstützen können. Entscheide selbst, wie eng du dich an die vorgegebenen Materialien anlehnst - oder inwieweit du sie als Sprungbrett für eigene Konzepte benutzt.

6. Treffe dich regelmäßig mit den einzelnen Mitgliedern der Gruppe!
Als Hauskreisleiter bist du so etwas wie der Hirte einer kleinen Herde. Zumindest einmal im Monat solltest du dich mit jedem einzelnen Mitglied separat treffen. Helfe jedem Christen dabei, kontinuierlich im Glauben zu wachsen.

7. Bete für die Gruppenmitglieder!
Mindestens einmal pro Woche solltest du für jedes Mitglied deines Hauskreises ganz speziell beten. Laß dir von den Teilnehmern sagen, welche Anliegen sie auf dem Herzen haben. Bringe diese Anliegen vor Gott.

8. Halte Kontakt zu einem Kreis für Hauskreisleiter!
Besuche regelmäßig einen Mitarbeiterkreis. Dort kannst du Anregungen und Hilfen erhalten. Dort findest du Leute, die dir Rat geben können. So kannst du erkennen, daß du kein "Einzelkämpfer" bist.

9. Lerne einen Co-Leiter an!
Vom ersten Treffen an solltest du eine Person im Auge haben, in der du das Potential siehst, einmal selbständig eine Gruppe zu leiten. Treffe dich regelmäßig mit dem Co-Leiter und gebe ihm mehr und mehr Raum, selber in Leitungsverantwortung hineinzuwachsen.

10. Sorge dafür, daß du selbst fortwährend dazulernst!
Nichts ist langweiliger als ein Leiter, dem man abspürt, daß er Woche für Woche nichts dazulernt! Setze dir Lernziele. Sei um dein geistliches Wachstum bemüht. Besuche einen Hauskreis als Teilnehmer! Denn man kann nicht immer nur geben und geben, ohne regelmäßig geistlich aufzutanken.

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